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National Parks

Das Ngorongoro Schutzgebiet

Das Ngorongoro Schutzgebiert bietet die beste Mischung aus Landschaften, Tieren, Menschen und archäologischen Stätten in Afrika. Oft wird es als "Garten Eden Afrikas" und das "achte Weltwunder der Natur" bezeichnet. Daneben ist es auch ein einzigartiges Experiment in der mehrfachen Landnutzung, bei Menschen und Tiere in einer natürlichen Umgebung koexistieren. Traditionelle afrikanische Hirten arbeiten mit tansanischen Regierungsstellen zusammen, um die natürlichen Ressourcen des Gebiets zu erhalten und eine fantastische Erfahrung für Touristen zu gewährleisten.

Der erste Blick auf den Ngorongoro-Krater ist atemberaubend. Ngorongoro ist ein riesiger Vulkan-Krater, 250 Quadratkilometer groß und 600 m tief. Im Krater allein leben mehr als 20.000 Großtiere, darunter einige der letzten verbliebenen schwarzen Spitzmaulnashörner. Die Nashörner, die sich im morgendlichen Nebel aus den Wäldern auf die von Kraterwänden umgebenen Ebenen bewegen, hinterlassen mit ihrem vorgeschichtlichen Aussehen einen imposanten Eindruck. Keine Zäune oder Grenzen säumen die Kraterwände. Die Tiere bewegen sich frei über die Kratergrenzen hinweg, viele bleiben aber auf Grund des reichlichen Wassers und der üppigen Weideflächen das gesamte Jahr im Krater.

Das offene grüne Grasland, das den größten Teil des Kraterbodens bedeckt, vergilbt im Juni. Der Makat Salzsee ist eine großer Anziehungspunkt für Flamingos und andere Wasservögel. Er wird von einem Fluss gespeist, der vielen Tieren als Wasserquelle dient. Dort warten aber schon die Raubtiere auf ihre Opfer, unsichtbar im Sumpf versteckt. Auch der Kraterboden weist Sumpfgebiete auf und bietet damit Wasser und Lebensraum für Elefanten und Flusspferde sowie zahlreiche kleinere Tiere wie Frösche, Schlangen und Servale. Wildbeobachtung rund um den See Makat sind besonders lohnend. Antilopen sowie Zebras und Gazellen kommen um zu trinken, während Herden von Flusspferden sich im dichten Uferschlamm sonnen.

Der Lerai Wald auf dem Kratergrund leitet seinen Namen von dem Maasai Wort für den eleganten gelb-stämmigen Akazienbaum ab. Elefanten grasen während der Mittagszeit oft im Schatten des Waldes. Sie kommen in die offenen Ebenen in den frühen Morgenstunden und am Abend, wenn die Mittagshitze nachlässt. Die kleinen Waldflecken auf dem Kraterboden sind auch die Heimat von Leoparden, Affen, Pavianen und Antilopen wie Wasserbock und Buschbock.

Die Menschen und ihre entfernten Vorfahren sind seit Millionen von Jahren Teil des Landschaftbildes des Ngorongoro Gebietes. Die frühsten Hinweise auf menschliches Leben im Naturschutzgebiet finden sich in Laetoli, wo hominide Fußspuren in Vulkangestein seit rund 3.6 Millionen Jahren konserviert sind. Die Geschichte geht weiter in der Olduvai-Schlucht, einem 100 m tief in den vulkanischen Boden eingeschnitten Fluss-Canyon. In den Schichten des Canyons begraben sind die Überreste von Tieren und Hominiden, die vor über 2 Millionen Jahren um einen See herum in einer Gras- und Waldlandschaft lebten. Besucher können sich vor Ort über diesen faszinierenden Ort informieren. Die meisten und letzten Bewohner des Ngorongoro Gebietes sind die Maasai, die vor etwa 200 Jahren hier einwanderten. Ihr striktes Festhalten an der traditionellen Lebensweise begeistert viele Besucher. Heute gibt es noch rund 42.000 Maasai, die im Ngorongoro Schutzgebiet mit ihren Kühen, Ziegen und Schafen leben. Ihre Anwesenheit ist der Hauptunterschied zwischen der Ngorongoro Conservation Area und Tansanias Nationalparks, in denen keine menschliche Besiedlung zugelassen ist. Die traditionellen "Bomas" oder Maasai Dörfer geben den Besuchern die Möglichkeit, die Maasai in ihrer natürlichen Umgebung kennen zu lernen und viel über deren ursprüngliche Lebensweise zu lernen.

 

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Reservierung: +255 784 400 948